Im SAP-Umfeld steht das Konzept Clean Core immer mehr im Fokus: Dabei geht es darum, den digitalen Kern – insbesondere SAP S/4HANA – möglichst unberührt zu lassen. Custom Code wird stattdessen via side-by-side oder on-stack-Erweiterungen auf der SAP Business Technology Platform (BTP) abgelegt. Das sorgt für eine klarere Systemlandschaft, einfachere Upgrades und weniger technische Altlast.
| Aspekt | Vorteil | Beispiel |
|---|---|---|
| Clean Core | Weniger technische Schulden, bis zu 50 % schnellere Upgrades | Extensions in PostgreSQL oder CAP-Apps auf der BTP statt in S/4HANA |
| Low-/Pro-Code | Bis zu 3× beschleunigte Entwicklung, ohne zusätzliche Lizenzen | SAP Build ist in S/4HANA Cloud enthalten, inkl. AI-getriebener Tools |
| AI-Tools (Joule) | Automatisches Generieren von App-Strukturen, Tests, Dokumentation, Workflows | Joule Studio ist das zentrale Entwicklungs-Co-Pilot-Tool |
Ein Web-Formular für Materialstammdaten, erstellt in SAP Build Apps, das auf CAP läuft.
Prozessautomatisierung für Einkauf oder Service via SAP Build Process Automation – ohne ABAP im Kern.
AI-Agenten, die via Joule automatisch Supporttickets auswerten und Handlungsempfehlungen vorschlagen.
Dank Low-Code- und Pro-Code-Fähigkeiten sowie generativer KI in SAP Build können Unternehmen schnell und flexibel Erweiterungen entwickeln – ohne den SAP-Kern zu belasten. So bleiben Systeme upgradefähig, Plattformen gut wartbar und Prozesse zukunftssicher.
Mit Clean Core als Strategie plus SAP BTP und AI-Werkzeugen schaffen Unternehmen eine moderne, agile und nachhaltige IT-Architektur – ideal für alle, die Innovation mit Stabilität verbinden wollen.
JAN OSTERMANN
Head of Technology & AI